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Freitag, 18. Mai 2012
  • Lehrpfad
  • Abschnitt 1 Ebersdorf - Kittlitz
  • Abschnitt 2 Kittlitz - Großdehsa
  • Abschnitt 3 Großdehsa - Ebersdorf
Knüppeldamm bei der Georgewitzer Skala
Knüppeldamm Georgewitzer Skala
Knoblauchrauke am Löbauer Berg
Knoblauchrauke am Löbauer Berg
Waldfrosch am Löbauer Berg
Waldfrosch am Löbauer Berg
echtes Lungenkraut am Löbauer Berg
echtes Lungenkraut am Löbauer Berg

Abschnitt 1 Ebersdorf - Kittlitz

Bushaltestelle Stadion, Linie .....
PKW-Parkplatz (kostenfrei)

Den Stadionweg gehen wir südlich nach Ebersdorf und stoßen direkt auf unseren Naturlehrpfad. Entlang der Herwigsdorfer Straße, hart am Waldsaum des Löbauer Berges, können wir den Blick nach Süden gerichtet auf der großflächigen Feldflur die Historie nur erahnen. Auf seinem Rückzug aus Russland hatte Napoleon hier in der Schlacht bei Ebersdorf erhebliche Verluste hinnehmen müssen.

Wanderparkplatz (kostenfrei)

Die Wegemarkierung leitet uns am Wanderparkplatz nach links auf der Fernsehturmstraße in Richtung Löbauer Berg. Von dieser Straße haben wir einen herrlichen Panoramablick nach Süd—Ost.

Unser Lehrpfad biegt auf halber Berghöhe nach rechts ab zum großen Ringweg. Haben Sie genügend Zeit, lohnt ein Abstecher zu den zwei Gipfeln. Zur Linken auf den Löbauer Berg, mit seinem einmaligen gusseisernen Aussichtsturm und geradeaus auf den Schafberg mit dem Fernsehturm und einer bronzezeitlichen Wallanlage. Diese ist mit 1600 m Wallumfang eine der großen in Deutschland. Ein oberer Ringweg erschließt die Dimension dieser 5 ha großen Anlage.

Der gesamte Löbauer Berg mit Schafberg ist aufgrund der Artenvielfalt in Fauna und Flora als Landschaftsschutzgebiet eingetragen.

Kehren wir zurück auf unseren Lehrpfad, erreichen wir bald den Rinnelbrunnen. Hier ist Wildbeobachtung möglich, da das Wasserangebot die Tiere anlockt.

Bushaltestelle Bemstädter Straße, Linie .....
Wanderparkplatz (kostenfrei 500m Richtung Bahn)

Beim Verlassen des Waldes an der Bemstädter Straße haben wir vor uns den Blick frei auf den Rotstein, das älteste Naturschutzgebiet Sachsens. Dieses Gebiet ist eine eigene botanische Wanderung besonders im Frühjahr wert!

Unser Weg, ein alter Ortsverbindungspfad, führt direkt zum Kern der alten slawischen Siedlung Wendisch-Paulsdorf und überquert dabei eine großflächige Ackerflur. Auf dem sog. Schulweg erreichen wir den Ortseingang von Rosenhain. Die ökologische Barriere (Eisenbahn, Fernverkehrsstraße, Ortsverbindungsstraße) tritt hier besonders krass in Erscheinung.

Bushaltestelle Autohaus, Linie .....

Die Ortsstraße (unser Wanderweg) schlängelt sich ebenso wie der Bachlauf des Rosenhainer Wassers durch die Talmulde. Der Ort wurde im l3. Jahrhundert als Waldhufendorf angelegt. Schmale aber lange Landstreifen vom Wasserlauf bis an den früheren Waldrand, dazwischen, auf sicherer Höhe geschützt vor dem Hochwasser, wurden Haus und Hof errichtet.

Der Naturlehrpfad verlässt den Ort und folgt dem Feldweg nach Bellwitz, parallel zum gewundenen Bachlauf. Bachuferbestockung und Krautsaum lassen ein ökologisches Ruhegebiet erkennen. Eine Aussichtsplattform verschafft Einsicht. Nach Bellwitz hin erstreckt sich eine Hochfläche, die bereits in slawischer Zeit kultiviert wurde. Bellwitz ist im Gegensatz zum vorher gehenden Ort als Haufendorf mit Blockflur und einem Rittergut entstanden.

Auf einem alten Wirtschaftsweg mit Apfelbäumen gesäumt geht es weiter zur Georgewitzer Skala. Auf der Oberkante dieses Durchbruchtales schauen Sie bis 30 m in die Tiefe auf das Löbauer Wasser. Da hier keine Menschenhand störend eingriff, haben sich Pflanzengesellschaften atlantischen, montanen und subkontinentalen Ursprungs angesiedelt, es ist als Naturschutzgebiet deklariert.

Unser Pfad folgt dem Lauf des Löbauer Wassers vorbei an der Gemauerten Mühle bis zur Oppelner Mühle. Hier ist die ehemalige Furt der um das Jahr 1200 wichtigen West-Ost Verbindung, der ,,strada regia“, gut zu erkennen. Wir folgen diesem alten Weg aufwärts bis zum Wald- und Buschsaum, um auf die stillgelegte Trasse einer Schmalspurbahn einzubiegen. ln unmittelbarer Nähe befinden sich die sichtbaren Reste eines slawischen Burgwalles. Der Nutzungszeitraum zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert ist gesichert.

Über einen Feldweg gelangen wir nach Kittlitz, einem der ältesten Orte der Oberlausitz, bereits im Jahr 1160 erwähnt. Das Kittlitzer Kirchspiel war Stützpunkt für die Chistianisierung der Oberlausitz. Kirche und Friedhof weisen viele Zeitzeugen auf, so ein mittelalterliches Steinkreuz, die Grabplatte der Adelsfamilien von Gersdorf und von Hundt sowie einen Obelisken für den österreichischen Marschall Graf von Daun zur Schlacht bei Hochkirch im Siebenjährigen Krieg.

 
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