Gemeinde Großschweidnitz, Telefon: 03585 832 667, Telefax: 03585 452 741, Ernst-Thälmann-Str. 63, 02708 Großschweidnitz
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Freitag, 18. Mai 2012
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Freiwillige Feuerwehr Großschweidnitz

 

1. Freiwillige Feuerwehr Großschweidnitz

2. Entstehung

Die freiwillige Feuerwehr ging aus einer Kommunfeuerwehr, in welche Bürger verpflichtet wurden, hervor.

3. Gründung

Am 17. September 1887 wurde auf einer Versammlung offiziell beschlossen, eine freiwillige Feuerwehr zu gründen.

4. Kameraden

  • Im Gründungsjahr etwa 30 Kameraden
  • nach dem 1. Weltkrieg betrug die Mitgliederzahl 15 Kameraden
  • 1924 wurde eine Musikkapelle gegründet
  • 1936 waren es 121Mitglieder, davon 50 aktiv
  • 1946 72 Kameraden
  • 1970 49 Kameraden, davon 8 Frauen
  • 1980 39 Kameraden, davon 6 Frauen
  • 1990 32 Kameraden, davon 6 Frauen
  • 1994 21 Kameraden, davon 3 Frauen und 6 Kameraden Altersabteilung

5. Ausrüstung

  • bei Gründung 1887 eine Handdruckspritze, seit 14. März 1926 eine Motorspritze. Nach dem 2. Weltkrieg 1945 bis 1948 waren in der Gemeinde eine TS 8, eine TS 4, eine Handdruckspritze sowie eine Schiebeleiter mit Stützen vorhanden.
  • 1956 erhielt die Feuerwehr ein neues Löschfahrzeug vom Typ „Phänomen“ K 27, später K 30,
  • 1975 ein Löschfahrzeug vom Typ „Robur“ LO LF8-TS8-STA. Heute steht uns das Löschfahrzeug LF8-TS8-STA, ein Tragkraftspritzenhänger TSA sowie eine weitere TS8 zur Verfügung.
  • Mit dem LF8-TS8-STA erhielten wir zwei Druckluftatmer, welche dann auf 6 DLAGeräte aufgestockt wurden.
  • 1985 wurde das Fahrzeug mit Funk ausgerüstet.

6. Alarmeinrichtung

Als Alarmeinrichtung waren früher Kameraden mit Fanfare als Feuermelder eingesetzt. Später wurden zwei Sirenen auf dem Gemeindeamt und dem Bauernhof Schnitter installiert, welche anfangs einzeln, später zusammen ausgelöst wurden. In den 80iger Jahren kam durch den Katastrophenschutz eine dritte Sirene dazu.
Zur Zeit werden mit zwei Sirenen und 12 Meldeempfängern die Kameraden alarmiert.

7. Wehrleiter

  1. 1887 bis 1891 August Israel
  2. 1891 bis 1909 Rudolf Neumann
  3. 1900 bis 1901 Hermann Schütze
  4. 1901 bis 1919 Rudolf Neumann
  5. 1919 bis 1932 Hermann Proft
  6. 1932 bis 1945 Walter Mitscherlich Bauer
  7. 1945 bis 1948 Arthur Touback Schlosser
  8. 1948 bis 1955 Ewald Wicke Schlosser
  9. 1955 bis 1969 Willy Gärtner Telegraphenarbeiter
  10. 1969 bis 1989 Andreas Michael Kfz-Schlosser
  11. 1989 bis 2009 Roland Papert Maschinenbauer
  12. 2009 bis Mike Bähr Zimmermann

8. Brände

In den Jahren nach der Gründung wurde die Wehr vorwiegend zu Bränden landwirtschaftlicher Objekte des Ortes und der angrenzenden orte Dürrhennersdorf, Kottmarsdorf, Ebersdorf und Niedercunnersdorf eingesetzt.
Um die 60iger Jahre kam es im Ort zu größeren Bränden an Scheunen, Feldscheunen im Volksgut usw., welche meist durch Brandstiftungen hervorgerufen wurden.

  • 1970 Scheunenbrand durch Blitzschlag Ottenhain
  • 1971 Brand des Landwarenhauses Obercunnersdorf
  • 1972 Scheunenbrand in Niedercunnersdorf
  • 1973 Kellerbrand im Kindergarten des Ortes und Scheunenbrand Heinke im Ort
  • 1976 Gärtnerei Täuber im Ort – Blitzschlag
  • 1983 Wohnhausbrand Neuhäuser Niedercunnersdorf – Bahnhof
  • 1987 Bergen eines ertrunkenen Kindes aus dem Teich der Leinenindustrie
  • 1990 Wald- und Feldbrand am Hölleberg

Zu diesen Einsätzen kamen sehr viele Einsätze durch Hochwasser und Bahndammbrände im Ort dazu.

9. Wettkampferfolge

  • 1957 Sieger im Wettbewerb der Brandschutzgruppen
  • 1974 Sieger im Kreisausscheid 100 Meter Hindernis bahn und Beteiligung am Bezirksausscheid in Riesa
  • 1975 2. und 3. Platz 100 Meter Hindernis bahn sowie zweite Plätze bei Wirkungsbereichsausscheiden

10. Veranstaltungen

Zu unserem 90. und 100jährigen Feuerwehrjubiläum wurde jeweils auch eine Ausstellung in der Schule und auf dem Schulhof durchgeführt, um somit der Bevölkerung die Entwicklung der Wehr zu verdeutlichen.

11. Gerätehäuser

Ursprünglich gab es zwei Gerätehäuser und auch zwei Löschgruppen in Groß- und Kleinschweidnitz. Das Gerätehaus von Großschweidnitz befand sich an der Ortsausfahrt in Richtung Niedercunnersdorf, das von Kleinschweidnitz am Gasthaus „Schwimmer“.

1953 wurde in der Gemeinde der Beschluss gefasst, ein neues Gerätehaus zu bauen. 500 Mark wurden durch die Bürger gespendet, Holz und Geld kam von den Bauern. Es wurden 2.726 freiwillige Arbeitsstunden geleistet.
1955 konnte das Gerätehaus übergeben werden (Wert 33.000 Mark).
1976 wurde mit dem Anbau eines Schulungsraumes mit einer kleinen Küche, Toiletten und einer Bekleidungskammer begonnen. 1.100 Stunden wurden durch Kameraden der Wehr geleistet.
1977 zum 90jährigen Feuerwehrjubiläum wurde der Schulungsraum übergeben (Wert 53.000 Mark).

12. Weitere Aufgaben

Neben ihrer eigentlichen Aufgabe, die Verhinderung und Bekämpfung von Gemein gefahren, spielen die Kameraden auch bei der Gestaltung des kulturellen Lebens im Ort eine positive Rolle. Dies spiegelt sich in einer engen Zusammenarbeit mit unserem Dorfclub e.V. wieder. Aber auch für andere Tätigkeiten im Ort sind die Kameraden der Wehr zugänglich.

13. Weitere Feuerwehrn

Der Ort Großschweidnitz hatte mit der Freiwilligen Feuerwehr der Leinenindustrie und des Fachkrankenhauses gleich zwei Betriebsfeuerwehren. Beide Wehren waren mit einem TSA und einer Anhängeleiter 12 bzw. 18 Meter ausgerüstet. Über Jahre Verband die FFW des Ortes und der Betriebe ein so genannter Patenschaftsvertrag.

14. Wirkungsbereiche

  • WB 9 bis 31.10.1980
  • WB 8 bis Auflösung 1990
  • 1990 Beitritt Kreisfeuerwehrverband Löbau

15. Frauenarbeit

Die Frauenarbeit bewegte sich größten Teils im vorbeugenden Brandschutz sowie durch 2 bis 3 Kameradinnen im operativen Brandschutz.
In der Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“ wurden von 1963 bis 1985 gute Arbeit geleistet und im Kreiswettbewerb 1976 als Krönung ein zweiter Platz belegt.

16. Vorbeugender Brandschutz

Die Aufgaben im vorbeugenden Brandschutz lagen vor allem in der Durchführung von Brandschutzkontrollen in Wohnstätten, Betrieben, Gaststätten und Handelseinrichtungen sowie der Unterstützung der Kameraden im operativen Brandschutz.

  • 1997 wurde die Vorderfront des Gerätehauses umgestaltet, zwei neue Tore sowie der Fußboden werden erneuert. Der Schulungsraum erhielt eine neue Außentür und neue Fenster. Gesamtwert 58.854,00 DM
  • 1998 wurde unser bisheriges Löschfahrzeug durch einen LF 8/6 vom Typ Mercedes Benz Allrad Aufbau GFT Internationale Feuerwehrtechnik München ersetzt. Preis 253.161,00 DM Übernahme am 28.08.1998 ab Werk München
  • 1999 wurde durch die Kameraden in Eigenleistung (etwa 700 Stunden) ein Mehrzweckschuppen errichtet. Materialwert 10.000,00 DM

Anlässlich unseres 110 jährigen Gründungsjubiläums wurde durch Spenden der Kameraden eine Gedenktafel für die im 2.Weltkrieg gefallenen Kameraden festlich enthüllt.

17. Weiterführende Informationen

Angaben zur Entwicklung der Feuerwehr erhalten sie beim Kameraden Roland Papert. Bei ihm sind auch Unterlagen und Niederschriften sowie Bilddokumente einzusehen.

18. Antiquariat

In der Feuerwehr sind an alten Gegenständen:

  • eine TS4, Fabrikation „Siegerin“ Baujahr 1926
  • eine TS8, Fabrikation „Magirus“
  • alte Hanfschläuche, Stahlrohre, Uniformen usw.

19. Ansprechtpartner

Als Ansprechpartner steht ihnen der Kamerad

Feiwillige Feuerwehr

Roland Papert

Ernst-Thälmann-Str. 39
02708 Großschweidnitz
Telefon:  +49 3585 833 149

zur Verfügung.

 
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